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Mathematik besteht aus mathematischem Verständnis (Arithmetik)
und Rechenfertigkeit (kalkulieren). Unser Konzept, das STUTTGARTER THERAPIEPROGRAMM MATHEMATIK (STPM)
zielt auf den Aufbau von mathematischem Verständnis; der Erwerb von Rechenfertigkeiten kann
dann außerhalb der Therapie geübt werden.
Um dies zu betonen, verwenden wir die Fachbezeichnung "Arithmasthenie".
Arithmasthenietherapie konzentriert sich auf den Erwerb von mathematischem Verständnis.
Dazu müssen grundlegende Denkprozesse wie Abstraktionsvermögen, Logik und
Wahrnehmungsvermögen aufgebaut und auf mathematische Fragestellungen übertragen werden.
Ein Kind (Klient) muss dabei seine Denkprozesse ungestört zu Ende bringen können.
Der Therapeut hat die Aufgabe, diese Denkprozesse zu initiieren und durch gezielte
Interventionen zu unterstützen. In der Regel haben Arithmastheniker keine eigenen
Kompetenzen zur Leistungsbeurteilung und -kontrolle, da ihnen ein Maßstab für richtig
oder falsch fehlt. Der Begriff Dyskalkulie bedeutet übersetzt "schlechte Rechenfertigkeit".
Dyskalkuliekonzepte zielen daher im Wesentlichen darauf ab, den Erwerb von
Rechenfertigkeiten zu unterstützen. Das Einüben wird dabei oft erleichtert durch
Vernetzung mehrerer Sinneswahrnehmungen oder durch wettbewerbsfördernde Gruppenarbeit.
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